Erstgepräch und Ablauf

awo betreuung5Nach dem Erstkontakt (meist telefonische Anfrage mit erster Datensammlung) findet ein Erstgespräch in der Wohnung des Kunden (ggf. auch bereits im Krankenhaus) statt, an dem auch Angehörige oder sonstige Kontaktpersonen teilnehmen können, wenn vom Kunden gewünscht. Das Erstgespräch dient der Informationssammlung, der Vorstellung unseres Dienstes, unserer Angebote und der Beratung. Vorhandene ärztliche Diagnosen oder Verlegungsberichte werden mit einbezogen. Die Pflegedienstleitung oder deren Stellvertretung plant gemeinsam mit dem Kunden, ggf. auch mit dessen Bezugspersonen die Leistungen, die erbracht werden sollen und erstellt einen unverbindlichen Kostenvoranschlag. Im Vordergrund steht, dass der/die Pflegebedürftige bestimmt, welche Leistungen aus unserem Leistungsangebot (in Anlage) er/sie in Anspruch nehmen möchte und ob Angehörige/Bezugspersonen in die Pflege mit einbezogen werden sollen. Wir richten uns nach seinen/ihren Angewohnheiten, Wünschen und individuellen Bedürfnissen, soweit uns das möglich und machbar ist. Behandlungspflege kann nur gemäß ärztlicher Verordnung erfolgen.

Pflegeplanung

awo pflege planung2Für jeden Pflegebedürftigen mit Pflegestufe wird eine Pflege­planung erstellt, in der Pflege­probleme/Ressourcen, das Pflege­ziel und die Pflege­maß­nahmen erfasst werden. Diese Pflege­planung wird regel­mäßig aktualisiert. (Erfolgt nicht bei ausschließlich medizinischer Behandlungs­pflege, da hier bereits der Arzt die Maß­nahmen geplant hat). Die vorhandenen Fähig­keiten des Einzelnen werden mit einbezogen, so dass sie erhalten bleiben und gefördert werden. In der Wohnung des Pflegebedürf­tigen wird in der Pflege­dokumentations­mappe der Pflege­verlauf dokumentiert. Wir achten darauf, dass unsere Kunden von mög­lichst wenigen verschiedenen Mit­arbeitern betreut werden. Dies ist jedoch durch den Schichtdienst und den Einsatz unterschiedlich qualifizierter Mitarbeiter (beispiels­weise für Pflege und haus­wirtschaftliche Versorgung) einge­schränkt. Wir sind uns stets bewusst, dass wir „Gast“ in der Wohnung unserer Kunden sind. So kündigen wir uns durch Klingeln an, auch wenn wir einen Schlüssel für die Wohnung haben. Wir versorgen unsere Kundinnen und Kunden auch zu später Stunde.

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungs­leistungen/­Haus­wirtschaft­liche Ver­sorgung – Betreuungs­leistungen

Voraussetzungen und Höhe der Leistungen

Alle Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege  können ergänzend zu den regulären ambulanten Pflegeleistungen (Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kombinationsleistungen, teilstationäre Pflegeleistungen) zusätzliche Betreuungs-/Entlastungsleistungen erhalten. Hierfür steht ein Budget von 125,00 EUR monatlich zur Verfügung.

Welches Verfahren gilt für die Auszahlung der Betreuungs-/Entlastungsleistungen?

Die Kosten für die nötigen Maßnahmen werden nach Vorlage der Rechnungen für die anerkannten Betreuungs-/Entlastungsangebote von der Pflegekasse erstattet. Allerdings ist der Betrag zweckgebunden, z. B. für bestimmte Betreuungs-/Entlastungsangebote.

Was sind zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen?

Über das Budget der zusätzliche Betreuungs-/Entlastungsleistungen können bei uns folgende Angebote genutzt werden:

  • besondere Leistungen der allgemeinen Anleitung und Betreuung oder Angebote der hauswirtschaftlichen Versorgung unseres ambulanten Pflegedienstes
  • niedrigschwellige Betreuungs-/Entlastungsleistungen

Informieren Sie sich über unsere Angebote in diesem Bereich. Unsere Mitarbeiter unterstützen Sie im Haushalt, bei der Wäscheversorgung, Einkauf oder auch in der Küche. Wir begleiten Sie zu Spaziergängen oder bieten auf Ihren Wunsch ein zugeschnittenes Betreuungsprogramm.

Gut zu wissen

Restbeträge aus dem Budget der zusätzlichen Betreuungs-/Entlastungsleistungen, die am Ende eines Kalenderjahres noch nicht verbraucht sind, können in das Folgejahr übertragen werden und noch bis zum 30.06. genutzt werden. Lassen Sie Ihre Leistungen nicht verfallen! Ihre Pflegekasse kann Ihnen Auskunft darüber geben, welche Ansprüche konkret verfügbar sind.

Verwendung des Pflegesachleistungsbetrages für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote

Pflegebedürftige der Pflegestufen I bis III und Anspruchsberechtigte in der sogenannten Pflegestufe 0 können zusätzlich  bis zu 40 % des Pflegesachleistungsbetrages für nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen nutzen, soweit für die entsprechenden Leistungsbeträge keine ambulanten Pflegesachleistungen bezogen wurden.

Unser Tipp: Lassen Sie sich hierzu beraten. Dies ist wichtig, um die jeweiligen Auswirkungen auf die Höhe des Pflegegeldes zu kennen.

Unsere Leistungen im Überblick

  • Häusliche Kranken- und Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung z.B. Wundversorgung, Injektionen, Diabetikerversorgung, Kompressionsstrümpfe anziehen, Medikamente verabreichen
  • Pflege und Hauswirtschaft im Rahmen der Pflegeversicherung, z. B. Waschen, Anziehen, Baden, Duschen, Inkontinenzversorgung, Sondenernährung
  • Wundberatung durch zertifizierte Wundmanager
  • Verhinderungspflege bei Krankheit oder Urlaub der Pflegeperson (nach §39 SGB XI)
  • Individuelle Pflege für Selbstzahler
  • Beratung pflegender Angehöriger
  • Viertel- und halbjährliche Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger (Pflegeeinsätze nach § 37 Abs. 3 SGB XI)
  • Stundenweise Entlastung pflegender Angehöriger
  • Essen auf Rädern
  • Fußpflege
  • Vermittlung von Hausnotruf